Erste Bilder

Nachdem wir in Vasiliki nun lange gewartet haben, zieht es uns weiter. Wir haben Vasiliki sehr gemocht und uns wohl gefühlt. Unsere Idee ist jetzt in den Golf von Korinth zu fahren und uns diesen und auch den Kanal selber anzuschauen. Letzteren aber von Land aus da die Passage für unser Boot fast 200€ kosten soll. Er soll bezogen auf die Länge, der teuerste Kanal der Welt sein.

Nach einem weiteren Essen mit Steffi vom TO Stützpunkt Lefkas geht es am nächsten Morgen Richtung Osten. Wir haben nach langer Zeit einen super tollen Segeltag. Größtenteils Blistern wir. Meine neue Kamera muss ausprobiert werden und ich bin sehr zufrieden. Das Automatikprogramm ist schon echt Spitze die manuellen Programme probiere ich zu einem späteren Zeitpunkt.

Zwei Mal ändern wir was an den Segeln. Erst schiften wir den Blister und an der gleichen Ecke wie bei der Tour von Messalonghi nach Ithaka reduzieren wir die Segelfläche und fahren mit Groß und Genua weiter. Den Rest der Strecke bis Messalonghi geht es so weiter. Die vermeidlich vielen Ankerbuchten hier an der Ecke sind meist voll mit Fischzuchtanlagen oder zu tief zum Ankern. Also wieder in einen bekannten Hafen.

Nach einer ruhigen Nacht steht heute eine hoch am Wind Strecke nach Patras auf dem Programm. Morgens haben wir schon eine leicht Briese im Cockpit. Wir motoren den langen Kanal hinaus und setzen auch gleich die Segel. Wir können überraschend gut Höhe laufen und nach einem flachen Haken sogar fast Patras anlegen. Der Wind nimmt aber leider stetig zu und unseren gesetzten Segel ab. Wir sind flott unterwegs und erreichen Patras kurz nach dem Mittag. Ein Anruf über Funk in der Marina bestätigt, sie ist noch geschlossen nach einer Zerstörung durch Sturm. Also funke ich den Handelshafen an und wir bekommen einen Platz zugewiesen. Die Kaimauer ist wie so oft in Handelshäfen recht hoch, aber vom Hafenbüro kommt jemand und hilft mit den Leinen. Ich esse etwas und dann machen wir erst Mal Siesta.

Es ist sehr heiß und so gehen wir erst am späten Nachmittag in die Stadt, die direkt über die Straße mit der Fußgängerzone beginnt. In der Stadt fällt uns zunächst auf, dass wir in Griechenland noch keine so dreckige Stadt oder Ort hatten. Ein teilweise starker Väkalgeruch der aus den Gullis strömt ist auch nicht lecker. In der Nähe von Bars und Restaurants sind diese oft durch Gummimatten abgedeckt. Patras ist die drittgrößte Stadt Griechenlands. Doch heute ist es hier eher ruhig, die Geschäfte großenteils geschlossen. Am beeindruckensten finden wir die Kirche und Wallfahrtsstätte im byzantinischen Stil, Agios Andreas. Mit ihren 13 Kuppeln schon ein imposantes Bauwerk. Auch die Wandmalereien sind faszinierend, genauso wie der hölzerne „Kronleuchter“ mit einem geschätzten Durchmesser von 6 bis 8 Meter.

Am nächsten Morgen ist Anne früh hoch und so wollen wir vor der größten Hitze hinauf in die Altstadt und zur Burg Patras Castel. Diese Festungsanlage soll einen tollen Ausblick über die Stadt und den Golf bieten. Wir sind bereits um 8.15 dort oben und müssen auf die Öffnung noch ein viertel Stunde warten. Die Mitarbeiterin kommt pünktlich zum Tor, aber nicht um dieses zu öffnen, sondern um uns mitzuteilen, dass Dienstag immer geschlossen ist. Sehr nett von ihr, aber wir sind trotzdem enttäuscht. Die Fotos, die ich dann nur von aussen schieße haben fast alle die um die Burg laufende Stromleitung mit darauf. Ich bitte dies zu entschuldigen.

Ein kleines gemütliches Cafe spendet dann mit leckerem Kaffe und einem Snack für mich Trost für die geschlossene Hauptatraktion. Danach machen wir uns auf noch zwei Parks und eine weitere Kirche zu besuchen. Der erste Park ist der komplette Reinfall und ich mache nicht einmal ein Foto. Der zweite ist auch nicht super aber zumindest sieht es nett aus, wie sich das grüne Band durch die Häusergasse zieht.

Die Kirche ist an Malereien wieder völlig ausgefüllt und glänzt mit viel Gold.

Die Stadt hat wirklich nicht viel für Touristen zu bieten und so sind wir mit unserem Rundgang doch früh fertig. Wir freuen uns auf die Weiterfahrt am nächsten Morgen . Bei wenig Wind soll es in den Golf von Korinth gehen. Für die Passage hinein müssen wir uns bei der Verkehrszentrale Antirrio Traffic melden die am Fusse der Brücke den Verkehr regeln. Wir werden leider durch den nördlichen Bogen geschickt, was bei dem immer stärker werdenden Wind keine Freude macht. Der starke Strom von bis zu 2 kn gegenan tut sein übriges. Es wird ein sch… Tag mit viel Wind von vorne und einer unangenhmen Hackwelle.

Hinter der Insel Triziona ist der Spuk dann schlagartig vorbei. Wir sind froh hier einen guten Schutz zu finden und fahren in den großen Hafen auf kleiner Insel. Hier wollen wir einen Tag bleiben und uns die Insel ansehen.

Der Hit ist die Insel nicht. Die Vegetation eher langweilig. Der kleine Ort besteht vorwiegend aus Tavernen hat aber Charme. Ein Ort um zu entspannen.

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