Kefalonia mit dem Auto

Die wirklich schöne Bucht von Vathi verlassen wir und wollen in den Süden von Ithaka. Hier gibt es eine kleine Bucht ohne Taverne und somit vermutlich frei von Charterschiffen. Der Wind hat mal wieder frei, unser Motor demzufolge nicht. Wir tuckern gemächlich die Küste entlang mit immer wieder schönen Blicken in einige Ankerbuchten. Die Küste Ithakas ist schon echt schön und abwechslungsreich.

Wir erreichen schließlich unser Ziel und es liegen auch nur einige Boote in der Bucht. Wir können mittig frei ankern auf 8 m Wassertiefe. Das Wasser ist glasklar und man / frau kann gut den Grund sehen. Ausgiebiges Schnorcheln ist die Folge. Echt toll hier. Als es ein wenig kühler wird kraksel ich hinauf zu einer Hausruine von der ich einen schönen Blick über die Bucht habe. Hin und wieder hört man gebimmel von Ziegenglocken über die Insel. Von dem Haus ist nicht mehr viel nach. Ich erkenne eine alte Zisterne neben dem ursprünglich zweistöckigen Haus.

Wir bleiben. Den Tag verbringen wir mit Baden und Lesen. Kurze Aufregung bringt am nächsten Tag ein Charterschiff welches meint, drei Meter Abstand zu unserem Bug sei doch genug. In einer Bucht mit soviel Platz für mich noch unverständlicher. Er bleibt zwar zunächst liegen verschwindet aber zum Nachmittag wieder.

Weiter geht es dann mit bummelig 2 Knoten Fahrt in das auf Kefalonia gelegene Agía Euphmía. Hier werden wir im Hafenbereich ankern können und so machen wir es. Kein schöner Ort, aber es gibt gute Versorgungsmöglichkeiten. Auch wollen wir mal schauen, ob wir von hier nicht mit dem Auto Kefalonia erkunden können. Bei dem ersten Vermieter gibt es für den nächsten Tag kein Auto. Wir starten den nächsten Tag mal wieder mit Wäsche waschen und werden dann aber bei einem Restaurant mit Autovermietung fündig. Der Preis ist noch ok und so freuen wir uns auf den nächsten Tag.

Los geht es zu einer Höhle nicht weit entfernt. Das beste Licht dafür soll Mittags sein, doch wir hoffen, dass früh noch nicht viel los ist. Dies war ein Trugschluss. Mit uns kommen leider gleichzeitig zwei Busse mit AIDAgästen an. Wir müssen sogar Schlange stehen. Die Höhle ist dann durch einen Gang ereichbar. Am Ende warten kleine Ruderboote mit Skipper, um die Höhle zu befahren. Der Himmel ist leider bedeckt und so das Licht nicht perfekt. Dem zu Folge haben die Bilder keine gute Qualität – sorry! Das Wasser ist glasklar. Die Höhle ist nach oben offen durch einen von zwei Einstürzen die es hier gab. Der zweite ist in eine Art Nebenkammer, an der unser Gondoliere sich an Leine entlang zieht. Die Temperatur hier drin ist angenehm kühl.

Wieder hinaus haben wir uns ein ehemaliges Kloster ausgeguckt. Durch den kleinen Ort Sami geht es und anschliessend den Berg hinauf. Eine tolle Strecke mit guter Aussicht. Das Kloster ist dann aber eher nicht so der Bringer, wohl aber die uralten Olivenbäume, die hier oben reichlich stehen.

Um die Größe zu realisieren müsst ihr den Schieber betätigen

Von Sámi aus geht es zunächst nach Westen um dann über die Berge an die Westküste nach Norden zu fahren. Wir lassen bewusst die Inselhauptstadt Argostóli aus, weil wir planen dort noch mit dem Boot hin zu fahren. Die Landschaft oben in den Bergen ist sehr karg und abweidend. Grüner werden in Küstennähe die vom Wasser aufsteigenden Hänge. Teilweise haben wir fantastische Ausblicke über das Meer.

Unser nächstes Ziel soll Ásos sein ein kleiner Ort mit Burg an der Westküste. Ásos hat im wahrsten Sinne des Wortes eine bewegte Geschichte. 1953 war es ein Erdbeben was den Ort völlig zerstörte. Er wurde wieder aufgebaut und dann kam vor zwei Jahren ein Medicane, also eine Art Hurricane im Mittelmeer. Wieder wurde der Ort zerstört. Die Anwohner haben aber großartiges geleistet und es geschafft innerhalb eines halben Jahres den Ort wieder schön und vor allem bewohnbar zu machen. Heute stehen zwar immer noch verfallene Häuser, aber die gibt es ja überall. Auf den Weg zur Burg hoch verzichten wir aufgrund der inzwischen doch schon sehr hohen Temperaturen. Wir finden hinter den teuren Restaurants eine kleine Bäckerei in der wir uns mit einem Snack und einem leckeren Eiskaffee stärken.

Die Küste geht es entlang Richtung Norden nach Fiskardo. Allgegenwärtig sind überall die Ziegen. Wir kommen auch an eine Weide mit Ziegen, die scheinbar alle gerade beim Frisör waren. Auch erwische ich endlich mal einen der großen Schmettelinge mit der Kamera einfangen. Tolle Ausblicke haben wir immer wieder.

Fiskardo, ein kleiner Fischerort der sich zu einem Treff der Reichen und Schönen gemausert hat. Tom Hanks, Penelope Cruz und Nicolas Cage sollen hier regelmäßig zu Gast sein. Uns wird die Luxussegelyacht Bristolian präsentiert. Sie läuft ein während wir gerade an der Promenade einen Drink nehmen. Der 38,70 m lange, 8,17 m breite Dampfer hat einen maximalen Tiefgang von 5,25 m. 5 Personen Personal können 6 Gäste verwöhnen. Beim befüllen des Dieseltanks muss man bei 10600 l dann gerne Geld im Wert eines Kleinwagens auf den Tisch legen. Der Pool an Bord ist wohl nicht so groß, weil sie nur knapp 4 t Wasser bunkern kann. Was ich aber ebenfalls faszinierend finde ist, Der Anker ist unsichtbar und wird unterhalb der Wasserlinie in die Tiefe gelassen.

Fiskardo ist ganz nett mit vielen kleinen Bars und Restaurants rund um den Hafen. Kleine Boutiquen fehlen natürlich auch nicht.

Wir hatten uns ja den Tag extra nicht so voll gepackt und so geht es langsam wieder in Richtung Boot. Ich möchte gerne kleinere Strassen fahren und das klappt auch eine Weile gut. Dann müssen wir aber leider umdrehen da es plötzlich nicht weiter geht.

Der Weg führt immer am Sund zu der Insel Ihaka entlang. Auch hier wieder eine große Herde Ziegen die scheinbar auf dem Weg zum Frisör sind. Ein wenig später ist auch noch eine Wachtel Familie unterwegs.

Agía Euphmía mit der ankernden Mokendeist (rechts)

Ausklingen lassen wir den Abend dann bei einem leckeren Dinner in der Taverne unseres Autovermieters.

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