Antipaxos ist gegen uns

Durch den Lefkaskanal geht es weiter. Wir haben noch kurz eingekauft, weil wir hoffen vor Anker gehen zu können und dann am Abend zu grillen. Durch die schon beschriebene Klapp- Dreh- Schwimmbrücke verlassen wir den Kanal nach Norden. Unsere weiteren kurzfristigen Ziele sind Plateria und Korfu. Unser heutiges Ziel soll Antipaxos sein in wenig südlich von Korfu. Laut Wettervorhersage müssen wir zunächst motoren und können dann aber hoch am Wind segeln. Soweit stimmt das auch. Wir motoren an Preveza vorbei. Was uns hier stutzig macht ist der Flughafen bzw. ein Flugzeug welches erst im 6. oder 7. Versuch auf dem Flugplatz zum Stehen kommt. Wir wissen nicht ob es ein Trainig war oder die austesten wollten was Passagiere so aushalten. -Tauschen wollen wir nicht. Schließlich können wir dann segeln und kommen erst auch gut voran. Es baut sich aber zusehends eine sehr unangenehme Welle auf, die sich mit dem lokalen Wind nicht erklären läst. Wir kommen unserem Ziel nur schwerlich näher und beschließen in eine Bucht am Festland zu gehen. Wir ankern dort dann auf 6m Wasser und Sandboden direkt vor dem Strand. Ein toller Platz mit Blick auf eine Burgruine.

Jetzt haben wir noch zwei Tage bis voraussichtlich ein Paket für uns im Stützpunkt Platriá unseres Vereins Trans Ocean ankommt. Unser Verein hat in der ganzen Welt Stützpunkte in denen einem mit Auskünften rund um das Segeln geholfen wird oder eben auch als Poststelle fungieren. Also können wir vorher noch eine weitere Nacht auf dieser Ecke irgendwo Ankern. Eine kleine Inselgruppe direkt vor dem Festland gelegen haben wir uns ausgeschaut. Auf dem Weg dorthin entdeckt Anne etwas auf dem Wasser treibendes. Leider stellt sich raus , dass es sich um ein tote Schildkröte handelt. Ein Foto möchte ich euch trotzdem zeigen – ist es doch mit über einem Meter die größte die wir bisher entdeckt haben. An der südlichsten Bucht versuchen wir zu ankern aber der Grund ist so weich, dass der Anker einfach nicht halten will. Wir wechseln noch einmal den Platz und finden dann in eine Art Kanal zwischen den Inseln einen schönen Platz neben einem deutschen Motorboot. Meine Befürchtungen hier könnte es unruhig sein wegen vieler kleiner Motorboote bestätigt sich nicht.

Am Morgen geht es dann weiter nach Plateriá wo inzwischen unser Paket auf uns wartet. Es wird eine kurze Motorfahrt. Plateriá ist nicht hübsch. Wir bekommen an der Mole einen Platz mit Mooringleine. Die Kontaktaufnahme zu Bettina der netten Stützpunktleiterin ist einfach, das Boot von ihr und ihrem Mann liegt nur ein kleines Stück weiter. Wir bekommen unser ersehntes Paket. Es ist eine LiPo Akku Erweiterung unserer Batteriebank. Das besondere an dieser ist, dass man / frau sie einfach an die vorhandene Bank anschließen kann. Unsere bisherige Batterie Bank hat 360 Ah von denen 50 % genutzt werden können. Die Neue kann zu 90 % genutzt werden und stellt somit, mit ihren knapp 100 Ah eine 1,5 fache Erweiterung dar. Somit sollte auch an bedeckten, windstillen Tagen unsere Energie reichen. Bisher wurde es dann enger und wir haben auf elektrisches Wasserkochen dann verzichtet. Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass die LiPos viel schneller geladen werden können und das tun sie sogar im Standgas vom Motor.

Wie gesagt der Hafen ist nicht schön. Auch beim abendlichen Essen werden wir verars… . Eine Mini Portion für viel Geld – die Charterer die hier sonst essen kommen halt nur einmal. Das Liegegeld von 20€ ohne die Existenz von Duschen oder Toiletten tut ihr übriges – wir müssen weg hier.

Unser nächstes Ziel ist Korfu Stadt. Da wir aber erst spät loskommen wollen wir noch eine Ankernacht auf halbem Wege einlegen. Der angepeilte Platz ist in einer zu allen Seiten geschlossenen Bucht mit einigen Ankerliegern aber absoluter Ruhe. Keine Taverne die irgendein Charterboot anlocken könnte – herrlich!

Als wir am nächsten Morgen die Bucht verlassen ist in der Nachbarbucht in der Fischzucht gerade Fütterungszeit. Es geht unter Maschine nach Korfu. Wir nutzen die überschüssige Energie und produzieren mit unserem Wassermacher Wasser bis der Tank wieder gut gefüllt ist.

Wir haben uns für die Mandraki Marina direkt unterhalb der Festung entschieden. Diese ist sehr schön und ist gut geschützt. Das nette Personal hilft beim Anlegen und der Hafenmeister Andreas ist ebenfalls super freundlich und sympatisch. Wir wollen 3 Nächte bleiben, um auch von hier Korfu zu erkunden. Wir werden einen Tag ein Auto mieten. Doch davon mehr im nächsten Blog. Also nicht verpassen!

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