Der neue Wassermacher

Nach unserem „Heimaturlaub“ in Deutschland kommt jetzt die Arbeit mit der neuen Errungenschaft. Der Wassermacher will installiert werden. Für die Nichtsegler/innen sei hier kurz erklärt, dass ein Wassermacher nicht etwa dafür da ist Wasser zu prduzieren wenn man auf Grund gelaufen ist, sondern um vorhandenes Meerwasser zu entsalzen und dieses dann als Trinkwasser oder auch zum waschen oder duschen nutzen zu können. Angekommen ist der Wassermacher bereits während unseres Deutschlandaufenthalts. Im Marina Büro steht die 76 kg Kiste und ich möchte sie an Ort und Stelle gleich entleeren. Ein Mariniero hilft mir dabei da ein Kollege von ihm schon Interesse an der stabilen Holzkiste angemeldet hat. Prima, ich brauche sie nicht entsorgen und jemand anderes kann sie scheinbar gut brauchen.

Für das Herzstück der Anlage gilt er zunächst einen geeigneten Platz zu finden. Unser Boot ist eh schon sehr voll und der Wassermacher mit seinen großen Vorfiltern ist auch nicht gerade klein. In der Gästekabine an Backbord ist unter dem Kopfende ein Fach in das der Wassermacher mit ein bißchen reinkippen exakt hineinpaßt. Darüber bin ich sehr froh, denn eine echte Alternative hätte ich so auf Anhieb nicht gewußt. Auch sind von hier die Wege zum Borddurchlaß und auch dem von mir angedachten Platz für dei Vorfilter sehr kurz.

Das Innenlayout der Mokendeist

Mit Hilfe einer Holzlatte und eines Tampens richte ich die ca 30 kg schwere Anlage aus und überlege mir eine Halterung aus Metallwinkeln und Holzlatten. Der örtliche Baumarkt hat soviel davon, dass die das Material sogar verkaufen 😉 .

So kann ich den Wassermacher befestigen

Hölzer werden auf Länge geschnitten und mit den Winkeln verschraubt. Als nächstes gilt es dann die Filter unter zu brungen. Hierfür habe ich mir den Platz unter den Waschbecken der Küche ausgelauert. Ich kann sogar den von mir angefertigten Zwischen boden bestehen lassen – die Filter passen exakt darunter.

  1. Auf dem ersten Bild hier gut zu sehen sind die links und rechts die Schienen für den einschiebbaren Zwischenboden; unter dem hellen Brett ist noch ein kleines Staufach.
  2. Links über der Führungsschine habe ich die Pumpe für den Wassermacher montiert.
  3. Hinter der Schiene ist ein Vorfilter und dahinter ein Abgang zum Salzwasserhahn in der Pantry (Küche)
Die Doppelflügeltür hat mich immer gestört und wurde kurzerhand zu einer. Jetzt kommt man gut an das Topfach -hier mit Zwischenboden.
  1. Der Borddurchlaß (rechts) wurde durch einen Zweiwegehahn erweitert damit man/ frau die Anlage auch konservieren kann. Der weiße Schlauch führt zur Pumpe.
  2. Wenn Wasser produziert wird fließt es über den kleinen blauen Schlauch direkt in den Trinkwassertank.

Ein erster Test mit gekauftem Trinkwasser bringt eine kleine Leckage zum Vorschein. Diese ist dann aber mit Teflonband schnell behoben und wir sind bereit für die erste Produktion. Morgen wird es raus aus dem Hafen gehen und wir werden die Anlage testen. Im Hafen möchten wir dies lieber nicht, gibt es hier doch hin und wieder Verunreinigungen durch übergelaufenen Diesel und andere Dinge.

Zum Auslaufen ist der Himmel grau mit einigen Sonnenstrahlen. Die Brücke öffnet für ein anderes Boot und wir huschen mit hindurch. Ich teile der Marina über Funk mit, dass wir aber wiederkommen. Alles ok soweit. Als wir draussen sind rollen wir die Genua aus und stellen den Motor ab. Wir fahren bei starkem, ablandigen Wind parallel zu Küste, ohne Welle.

Nun kontolliere ich die Stellungen der Zweiwegehähne und öffne das Seeventil. Alles gut und ich schalte die Pumpe des Wassermachers ein. Während diese läuft, lasse ich zunächst die Anlage spülen. Eine kleine Leckage im Druckbereich der Filteranlage werde ich im Hafen noch mal neu eindichten. Nach 20 Minuten trauen wir uns das erste Wasser zu probieren -was ein großer Moment. Das Wasser schmeckt und so produzieren wir zunächst Wasser, zum abschließenden spülen. Als dieses produziert ist drehen wir um. Auf dem Rückweg produzieren wir dann noch einmal Wasser in den Tank im Heck. Wir tanken noch einmal den Diesel voll und sind nun gut gerüstet für die Weiterfahrt zu den Kanaren.

Der fertig verschlauchte Wassermacher -der weiße Schlauch ist zum probieren

In Mitten der Arbeit haben wir noch eine der legendären Mittwoch Wanderungen mitgemacht. Es ging ein kleines Stück mit dem Bus und dann über Schotterwege durch die recht karge Landschaft. Um diese Jahreszeit blüht halt sehr wenig. Von den 21 Personen die mit waren, kamen denke ich nur die Häfte von den Booten. Eine kleine Abwechslung war es aber trotzdem und das Wetter spielte wie man / frau sieht ja ganz gut mit.

6 Gedanken zu “Der neue Wassermacher

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