Heiligenhafen -die ersten Wiedersehen

„Hallo Stefan, … es ist hier sehr kalt in Heiligenhafen“

„Ich weiß und windig“ antworte ich, „wir sind nämlich auch in Heiligenhafen“

-Totenstille am anderen Ende der Telefonleitung. Ich habe Hans Jürgen von der Sommerwind ziemlich überrascht. Nicht viele wusten, wann wir genau nach Deutschland fliegen. Wir hatten das Auto von Sandra und Hans Jürgen am Hafen stehen sehen und uns jetzt spontan gemeldet.

Urte und Sven haben uns zu meinen Eltern gefahren. Nach einem Essen beim Griechen zu sechst haben meine Eltern uns ihr Auto für die Dauer unseres Aufenthaltes geliehen -Supernett! Nach dem Essen geht es dann mit zwei Autos in die Ferienwohnung von Sven und Urte nach Heiligenhafen. Hier dürfen Anne und ich wohnen. Die Wohnung ist groß genug, dass wir Vier hier die Wochenenden gemeinsam verbringen können. Wir geniessen die geeinsame Zeit sehr, haben wir doch vor unserer Reise auch sehr viel Zeit gemeinsam verbracht. Am Nachmittag lädt Sven die Sommerwindcrew zum Kaffe ein. Wir haben einen tollen Nachmittag, bei dem es aber nicht bleiben soll. Am Abend haben wir einen Tisch bei unserem Lieblingsgriechen Korfu und Frank und Annett kommen extra aus Neustadt um auch dabei zu sein. Leider macht keiner ein Foto von dieser tollen Runde.

Wir schlafen an Board der Siiler da wir, wenn der Wind noch weniger werden sollte am nächsten Tag nach Grömitz segeln wollen. Aus diesem Plan wird leider nichts. Ich bin im Nachhinein auch sehr froh darüber, habe ich mir auf dem Flug doch irgendwie ordentlich einen aufgesackt. Immerhin soll ich in der Folgewoche operiert werden und dafür kann ich das so gar nicht brauchen.

Am Montag haben Anne und ich eine Verabredung in Schleswig. Hier habe ich vor knapp zwei Jahren von einer Stefanie einen Tuner für unser Kurzwellenfunkgerät gekauft. Von dieser Stefanie habe ich jetzt von Portugal aus noch ein Satelietentelfon und … einen Wassermacher gekauft. Eigentlich wollten wir ohne eine solche Meerwasser Entsalzungsanlage fahren, aber diese Anlage benötigt wenig Strom und ist auch noch sehr günstig. Sie ist nur beim Einbau kurz gelaufen und ist dann nur konserviert worden. Stefanie muste leider aus gesundheitlichen Gründen ihren Plan der Weltumsegelung an den Nagel hängen. Auf diesem Wege wünsche ich ihr aber alles Gute und gute Besserung. Der Wassermacher wird von mir dann in Lagos noch installiert, bevor wir dann in Richtung Kanaren starten.

Das Vorgespräch für meine OP ist ganz gut und der Operateur ist ein wenig überrrascht, dass ich bereits zwei Tage später einen Termin geblogt habe. Ich bin morgens der Erste und dementsprechend früh da. Die Vorbereitung geht zügig und dann geht es auch schon los.

Die OP verläuft gut. Zum Mittag bekomme ich noch nichts zu Essen. Am Nachmittag kann ich zwischen Kaffe und Tee wählen, bekomme aber nur ein abgepacktes Bisquitschnittchen – weis die eigentlich was ich für einen Hunger habe? Ich muss also weiter von meinen Reserven zeren und mit der ersten Malzeit bis zum Abend ausharren. Dann gibt es allerdings vier Scheiben Brot. Zum Frühstück wird es noch ein wenig besser. Zwei Brötchen und reichlich Aufschnitt so wie eine Tasse Kaffe sind doch schon einmal ein Anfang. Nachdem ich dann auch endlich das erste Mal aufstehen darf und auch die Visite durch ist, kann Anne mich dann abholen. Das Personal hier in Oldenburg war sehr nett. Während meines Aufenthalts klicke ich bei WhatsApp durch den Status von Freunden und sehe meinen Exkollegen Andre mit einer Platzwunde auf der Stirn – ganz frisch. Wir telefonieren miteinander und stellen fest, dass er zwei Etagen tiefer gerade genäht wurde. Hätte er bleiben müssen, hätten wir vielleicht noch ein gemeinsames Zimmer gehabt. Zufälle gibt es.

Mir geht es bestens zur Überraschung von Sven. Am Nachmittag will er mit Anne sein Boot nach Fehmarn bringen und Urte und ich fahren mit dem Auto dort hin, um sie wieder einzusammeln. Der Wind ist sehr kräftig und beim volltanken des Bootes passiert ein kleines Malheur. Anne ist schon auf den Steg gegangen als plötzlich eine Schauerbö das Boot erfasst. Anne hat den Festmacher schnell um eine Klampe gelgt und versucht das Boot zu halten. Dabei knackst es in ihrem Rücken und seit dem hat sie meist Nachts starke Schmerzen. Sie kann aber weiter fahren und schließlich erreichen die beiden unter Maschine Lemkenhafen.

Die Siiler mit bereits abgeschlagenen Segeln und Baum in Lemkenhafen

Nach getaner Arbeit möchten wir natürlich, wenn man schon mal in Lemkenhafen ist in die Aalkate zum Fisch essen. Wir bestellen am Tresen und setzen uns dann an den besten Platz direkt an der Wasserkante. besser geht nicht!

Der Fisch ist lecker wie eh und je. Ein toller Start in unseren Deutschlandaufenthalt.

2 Gedanken zu “Heiligenhafen -die ersten Wiedersehen

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