Culatra

Bei wenig Wind brechen wir auf nach Culatra. Die Windvorhersage ist sowohl heute als auch die nächsten Tage nicht so prickelnd. Die Häfen sind im September noch teuer und so wollen wir auf jeden Fall durchfahren zu diesem bekannten Ankerspot. Vermeidlich interessante Häfen auf dem Weg schauen wir uns dann vielleicht auf dem Rückweg an. Vorbei an toller Felsenküste, dicht bebauten Badebuchten mit vielen Hotels und dann länger werdenden Sandstränden geht es nach Osten. In dieser Felsenküste mit den vielen Höhlen verbirgt sich auch Benagil. Benagil haben viele von euch schon gesehen. Windows hat die Höhle von Benagil als Desktopbild in ihrer Kollektion. Es ist die sandfarbene Höhle mit dem Loch nach oben durch das das Sonnenlicht einfällt. Ich hoffe wir können hier auf dem Rückweg einen Ankerstop einlegen um diese zu besichtigen.

Nach viel motoren und nur wenig segeln erreichen wir die große Lagunenlandschft vor Faro. Diese ist sage und schreibe ca. 50 km lang. Vor Faro und Olhão ist sie mit ca. 6 km am breitesten. Wir fahren bei auflaufendem Wasser mit dem Strom in die Lagune ein. Zwischen den Molenköpfen sind viele Angler in Booten die aber alle ausweichen. Eine stehende Welle ist hier auch aber alles läst sich gut händeln. Als die Wasserfläche dann breiter wird ist der Strom kaum noch zu merken. Rechter Hand liegt jetzt die langgezogene Sandinsel Culatra. Wir hatten gehört, dass es hier so schön ist und ein toller Ankerplatz. 70 andere Schiffe hatten dies wohl auch gehört und ankern hier. Da die Fläche aber so enorm groß ist, finden wir trotzdem einen Platz mit sehr viel Abstand zu den Nachbarn. Wir gönnen uns einen kleinen Anleger und geniessen die Sonne. Allerdings liegen wir scheinbar in der kürzesten Verbindungslinie zwischen Culatra Hafen und Olhão. Das Verkehrsaufkommen von kleinen Motorbooten mit viel PS und Taxibooten ist immens. Wir schauen uns dieses Treiben eine Weile an und sind der Meinung, dass es gut 100 m weiter östlich besser ist. Also parken wir kurzer Hand noch einmal um und es wird bedeutend ruhiger. Durch das Fernglas macht Anne einen unserer Nachbarn aus Lagos vom letzten Winter aus. Wir laden den sympatischen Solosegler ein, doch dieser isrt schon eingeladen und kommt lieber am nächsten Tag.

Wir bauen den Motor wieder an unser Dingi und machen uns auf Culatra zu erkunden. In dem kleinen Fischereihafen finden wir in einer Ecke eine Anlegemöglichkeit und dann geht es los. Das kleine Dorf Culatra besteht aus kleinen Fischerschuppen am Wasser und vorwiegend kleinen flachen Hütten und vereinzelnd auch Häusern. Zwischen ihnen ist nur Sand und mittig darauf liegen durch das ganze Dorf Betonplatten. Einen besonderen Charme hat das dorf durch die Einfachheit. Es gibt natürlich auch einige Restaurants und Cafes. Hier gönnen wir uns mal wieder einen der leckeren Espressos.

Vom Dorf aus zieht es uns an den Strand. Durch die Dünen führt ein Holzsteg und hält die, in Covidfreien Zeiten, zahlreichen Besucher von der Zerstörung der Dünen fern. Am Strand sind dann zunächst Toiletten und natürlich eine Strandbar, Bastsonnenschirme und Liegen. Wir gehen den fast Menschen leeren Strand entlang nach Osten. Die wenigen Menschen werden noch weniger und so kann ich trotz vergessener Badeklamotten noch Schwimmen gehen. Der Strand ist faszinierend. Sehr Breit und Kilometer lang- herlich!

Der Weg zurück führt uns dann auf der Lagunenseite entlang. Hier ist anfangs noch ein Holzsteg, doch dann führt ein Trampelpfad durch die flachen Dünen. Leider sehen wir hier sehr viel Plastikmüll wie Trinkjoghurtflaschen und anderen Kram. Auch ein altes Motorboot gehört zu diesen Umweltsünden. Schade an solch schönen Orten.

Am nächsten Tag wollen wir zum Leuchtturm an der Einfahrt wandern und uns das kleine Dorf dort anschauren. Wie gehabt parken wir unser Dingi in der Ecke des Fischerhafens. Am Ortsende führt dann nicht wie von mir erwartet ein richtiger Weg zum Nachbardorf, sondern nur eine Fahrspur durch losen Sand surch die Dünen. Der Weg ist anstrengend zu gehen und so beschliessen wir am festeren Strand entlang zu wandern. Ilha do Farol empfängt uns mit gepflegterem Erscheinungsbild. Die Anwohner haben hier versucht die Wege ein wenig schöner zu machen indem sie den Wegesrand bepflanzt haben. Dieser Ort lebt scheinbar mehr noch vom Tourismus da hier die Fischerei fehlt oder nur spärlich vorhanden ist.

Auf dem Weg zurück legen wir noch einen Badestop ein. Ja, wir! Tatsächlich geht Anne heute das erste Mal auf unserer Reise im Meer schwimmen. Lediglich an den warmen Quellen auf den Azoren war sie im Wasser. Der Ozean ist auch hier herlich klar. Ein echter Badegenuß.

Heute nehmen wir den kühlen Drink an Bord. Am Abend kommt noch Adam von der Griffin an Bord den wir aus dem letzten Winter in Lagos kennen und wir haben einen netten Abend zusammen. Morgen geht es für uns weiter.

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