Eine schnelle Motorinspektion

Seit Heiligenhafen 437 Tage und 4371 sm im Kielwasser

Wir haben unsere Ankunft in Lagos sehr genossen. Sind wir doch gleich vom Rezeptionssteg erst einmal Mittagstisch essen gegangen. Den Nachmittag verbringen wir bei einem schönen Anleger und einer ausgiebigen Dusche von uns dreien. -Ja auch das Boot wird ausgiebig vom Salz berfreit. Wir haben zwar auch auf der Überquerung unter der Solardusche geduscht, aber das ist doch nicht das gleiche, wie Wasser im Überfluss. Auch gehen wir Einkaufen. Wir haben hier wieder unseren geliebten Aldi bei dem es ein richtiges Schwarzbrot mit Sonnenblumenkernen gibt und dazu den leckeren Fleischsalat. -lecker, lecker! Aber, so sehr wir es auch genießen wieder in unserem geliebten Lagos zu sein, €52 Liegegeld für eine Nacht, treibt uns dann doch wieder raus. Wir fahren zum Ankern vor die Mole und liegen hier sehr ruhig vor dem breiten schönen Sandstrand. Am morgigen Montag wollen wir bei der Werft Soprama nach einem Termin für unsere Motorinspektioon fragen. Für die Nacht ist erst Flaute und dann 1-2 Beaufort aus Süd angekündigt. Bei der Windstärke sollte das Ankern in Legerwal kein Problem sein.

Es kommt aber anders. Morgens um 3.00 ist die Welle aus dem Süden hier vor dem Strand extrem unangenehm. Um 4.00 beschliesse ich wieder an den Rezeptionssteg zu verholen. Dort angekommen schreibe ich eine Mail an die Werft mit der Frage nach einem Termin. Um 7.30 verlassen wir den Rezeptionssteg (um 8.00 ist Dienstbeginn) und fahren in Richtung Werft, um zu schauen, ob wir da nicht bis Arbeitsbeginn Festmachen können. Wir entdecken die Xenia. Ganz leise, um die Crew nicht zu wecken gehen wir längsseits und kochen erst Mal einen Kaffee. Kurze Zeit später steht erst der einzige junge Mann an Bord der Xenia auf und dann ist auf dem Ponton ein Werftmitarbeiter und fragt nach unserem Anliegen. Er wollte wohl gerade die Xenia zum Kran fahren. Ich sage ihm, dass ich Ricardo eine Mail gesendet habe mit der Frage nach einem Termin. Er schnappt sich sofort sein Telefon und ruft Ricardo an. Er fragt, ob er was von einem Schiff Mokendeist wüste. Ricardo sagt „ja, dem schreibe ich gerade eine Mail“. Da sagt sein Kollege „der liegt schon hier am Steg“. Wir sollen hier liegen bleiben. Nur zehn Minuten später steht der Monteur an Bord, um die Inspektion zu starten. -Ich bin soetwas von begeistert, dass gibt es doch gar nicht. Dem Monteur gebe ich unser Öl für den Wechsel von Motor und Getriebe. Mein Ölfilter ist zu weit weg und so bringt er einen neuen. Alles ist nach 1,5 Stunden erledigt. Das teuerste war somit der Filter, aber alles hat wie am Schnürchen geklappt. Nach der Bezahlung frage ich den Mitarbeiter am Kran, ob sie denn die Xenia noch vor dem Mittag aus dem Wasser nehmen wollen. Er verneint und so können wir noch einmal leckeren Mittgastisch essen gehen.

Nach dem Mittag motoren wir 7 sm nach Portimao, wo man / frau wunderbar im Fluss ankern kann. Die Küste dorthin und der Ort selber sehen nicht besonders hübsch aus, liegt aber vielleicht heute auch an dem Mangel an Sonne. Wir fahren zunächst an dem ersten Ankerfeld vorbei, hier ist es durch die Welle aus Süden doch ein wenig schaukelig. Dann kommt auf der rechten Seite Ferragudo, ein kleines Fischernest mit teuren Restaurants mit Blick aufs Wasser. Doch noch ein kleines Stückchen weiter ist ein großes Ankerfeld in dessen Mitte wir einen tollen Platz finden. Die Fischer fahren hier mit ordentlich Welle mit Abstand vorbei. Aber das ist schon ok.

Vom Ankerplatz aus fällt zunächst auf, dass auf beiden Seiten des Flusses unheimlich viele alte Schornsteine aus roten Ziegelsteinen stehen. Keinen von ihnen kann ich ohne Storchennest ausmachen.

Am nächsten Tag machen wir uns dann natürlich auf auch Potimao zu erkunden. Wir machen im nahen Fischereihafen an einem kleinen Dingisteg fest. Hier können wir auch unseren Müll entsorgen und als Höhepunkt -hier gibt es auch Wasser und eine Waschmaschine. Diese „Waschstraßen“ gibt es schon seit den Niederlanden.

Die große 18 kg Maschine kostete dann merkwürdiger Weise nur 4 € 🙂 incl.Waschpulver

Was auch schön ist, beim warten auf die Waschmaschine oder auch auf dem Weg in die Stadt gibt es hier ein kleines Cafe mit Snaks und schattigen Plätzen unter einer großen Pinie. Weiter geht es dann über eine Brücke direkt in den Ort. Eine alte Eisenbahnbrücke vorn und eine neue Straßenbrücke in einiger Entfernung sind hier sehr makant. Am Ufer des Flusses sind viele Skulpturen, leider auch welche die schon dem Vandalismus zum Opfer gefallen sind.

Die Stadt selber hat leider nicht viel zu bieten. Ich finde natürlich trotzdem einige Fotlmotive, aber es fällt hier schwerer.

Wir besuchen schließllich noch das Portimao Museum. Es liegr direkt am Wasser in einer alten Sardinenfabrik. Hier ist die Geschichte der hiesigen Sardinen Industrie ausgestellt. Klein aber sehr anschaulich mit einem zusätzlichen Filmchen aus alten Zeiten ist es ganz interssant.

Nach einer Woche an unserem tollen Ankerplatz, werden wir morgens vom Lotsen besucht und aufgefordert dieses Gebiet zu verlassen, weil es ein Drehplatz für große Schiffe ist. Ich sage ihm dies sofort zu. Die Policia Maritim, die nur einige Meter hinter ihm ist, kommt dann auch noch einmal und sagt, dass dies die letzte Aufforderung sei den Platz zu verlassen, ich müsse sonst eine Strafe zahlen. Auf meinen Hinweis, dass dies die erste Aufforderung sei antwortet dieser, ja, die erste und letzte. Freundlich geht anders! In unseren Seekarten von Navionics ist übrigens kein Hinweis auf den Wendeplatz. Vielleicht sollten die Herren sich lieber einmal darum kümmern, dann hätten sie es einfacher. Wir verholen also zur Flussmündung, da wir am nächsten Tag sowieso zur Insel Culatra wollen. Hier ist es auch ganz schön.

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