Die bunten Seen

Unser zweiter Tag mit dem Auto soll in den Westen gehen. Hier erwartet uns das wahrscheinlich bekannteste Highlight der Azoren.

Doch auch der Weg dort hin hat noch ein Highlight verborgen. Wir kommen an ein Aquedukt aus dem 17. und 18. Jahrhundert der Muro das Nove Janelas also der Mauer der neun Fenster. Über dieses historische Bauwerk führte einst die Wasserversorgung von Ponta Delgada gespeisst aus dem Knarischen See. Mich faszinieren solche Ingenieursleistungen der damaligen Zeit ungemein. Hatte man doch zum Bau solcher Anlagen ja noch nicht die heutigen Möglichkeiten und Mittel zur Verfügung. Stark bemost und grün steht sie heute in der Bergwelt hier im Westen.

Es geht weiter zum Lagoa do Canário von wo dieses Wasser kam. Auf dem Weg nach Westen kommt ein Parkplatz mit einem ausgeschilderten Mirador also Aussichtspunkt. Was dort nicht steht, ist wie weit man/ frau laufen muss. Es ist ein ganzes Ende das durch einen schönen Wald über eine breite Sandstrasse führt. An dessen Ende führt dann ein schmalerer Pfad zunächst an einer fast senkrechten Kante entlang zu einem tollen Aussichtspunkt. Der Weg hat gelohnt. Wir müssen zwar immer wieder auf Wolkenlücken warten, aber dann ist der Blick atemberaubend. Im Vordergrund ist ein rostig gelber See, der Lagoa de Santiago und dahinter dann die beiden Seen Lagoa Verde und Lagoa Azul. Die volle Farbe entwickeln alle natprlich in den kurzen sonnigen Momenten.

Weiter geht es zu dem wohll berühmtesten Lost Place auf den Azoren, dem Monte Palace Hotel Ruins. Dieses liegt in dem größten erloschenen Vulkan der Azoren, dem Caldeira das Sete Cidades. Diese Caldeira mißt einen Durchmesser von sage und schreibe 12 km. In diesem liegen auch die von mir oben beschriebenen Seen.

Die Geschichte dieses Hotels ist dann eher einen traurige. Dieses 5* Hotel wurde in den 80er Jahren gebaut. Zur Eröffnung im April 1989 beherbergte es 88 Zimmer, zwei Restaurnts, eine Bar sowie einen Nachtclub, einen Frisör und eine Bank. 200 Regentage im Jahr und der Zeit die noch nicht so touristische Beliebtheit ließen das Hotel allerdings nach nur 19 Monaten Pleite gehen. Zurück blieb ein Wachmann mit seinen scharfen Hunden. Dieser blieb etwa 10 Jahre und ab dem Tag als dieser ging, wurde das Hotel ausgeschlachtet, anders kann man dies nicht nennen. Alle Einrichtungsgegenstände, nein alles wurde gestohlen. Fernseher, Betten, Schränke sogar Fenster und Türen und auch die Aufzüge wurden gestohlen. Zurückgeblieben ist nur eine Hotelhülle. Wir haben diese nicht betreten, da dies auch verboten ist. Alle Eingänge sind zu gemauert und wenn man/ frau unbedingt rein möchte ist dies nicht so einfach. Von allen verlassenen Gebüuden hier auf den Azoren fand ich dieses schon am imposantesten.

Hinunter zu den beiden Seen dem blauen und dem grünen läst sich die Sonne dann doch hin und wieder blicken. Auch von hier unten ist dieser riesige Kessel beeindruckend.

Über die gesammte Insel findet man/frau immer wieder gemalte Bilder mit Herzen an Häuserwänden und Mauern. Diese sind von einem hiesigen Künstler gemacht. Yves Decoster, die Bilder tragen aber immer nur die Signatur Yves. Einige von diesen haben wir auch entdeckt.

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