Farol da Ponta dos Capelinhos

1957 brach westlich dieses Leuchtturms nach einem Erdbeben ein Vulkan aus. Das Personal des Leuchtturms wurde evakuiert. Das Leuchtfeuer stand nach diesem Ausbruch nicht mehr an dem westlichsten Kap der Insel den dieses markieren sollte, sondern einen Kilometer weit landeinwärts. Der Leuchtturm musste aufgegeben werden.

Doch von vorne: Einen Leihwagen konnte ich über das Internet nicht bekommen. Im Turioffice gab man / frau uns umfangreiche Infos wozu auch Busfahrpläne gehörten. Leider gibt es auf dieser Insel zwar einen Bus der um die Insel fährt, aber nur einmal täglich. Unbrauchbar, um ihn also für Hin- und Rückweg eines Ausfluges zu benutzen. Ich fragte aber gleich in der Information nach dem Preis eines Taxis und es gibt festgelegte Preise, die auch völlig ok sind.

Am folgenden Tag nahmen wir also den Mittagsbus und fuhren gen Westen in das kleine Dorf Capelo. Hier trinken wir noch einen leckeren Espresso in einem kleinen Cafe direkt an der Bushaltestelle und unsere Wanderschuhe werden fertig geschnürt. Es soll heute eine anstrengende Wanderung werden. Zunächst geht es hinauf auf den Cabeco Verde. Ein gut zu laufender Weg der mit einer tollen Aussicht belohnt wird.

Die fast 1000 m hohe Caldeira do Faial hinter uns hängt voller Wolken. Wir haben aber Glück und unser halb so hohe Berg (488 m) bleibt wolkenfrei. Das letzte Stück ist dann sogar Straße, die wieder einmal von Hortensien gesäumt ist. Wir erreichen den Kraterrand und schauen hinein und in die Ferne.

Auch unser Wanderziel, der Leuchtturm ist schon zu sehen. Leider verhindern oft Wolken ein gutes Licht zum fotografieren.

Auch hier gibt es wieder die tagaktiven, endemischen Fledermäuse die Azoren Abendsegler. Trotz ihrer Spannweite von 300 mm ist es nicht einfach diese zu fotografieren. Die Landschaft im Hintergrund ist aber auch schön 😉

Von diesem höchsten Punkt (488 m) unserer heutigen Wanderung geht es jetzt zu zwei weiteren Kratern. Der Weg ist grün und gibt gelegentlich den Blick frei auf unser Ziel den Leuchtturm.

Der zweite Krater ist natürlich von der Namensgebung der Hammer schlechthin. Es ist der Cabeço do Canto also nach uns benannt. Canto heißt Ecke, mein Exkollege Paulo hat mich immer mit „Bom dia, Senor Canto“ begrüßt. Das ist natürlich hängen geblieben -Danke Paulo! Auch ist hier noch eine Höhle die ebenso benannt ist.

Jetzt kommt die letzte Etappe zum Leuchtturm hinunter. Die entstandene Halbinsel ist total schön und fasziniert mit ihren Farbtönen und dem Kontrast zu dem eben noch so üppigen Grün.

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