Der graue Weg nach Horta

Wir gehen noch einmal auf den Markt. Der Markt in Angra hat den großen Vorteil, dass er jeden Tag geöffnet ist. Allerdings ist das Angebot an Obst und Gemüse aber auch überschaubar. Wir gehen zu unserem Lieblingsschlachter noch einmal Leberwurst (oberlecker) kaufen und anschliessend noch von unserem Bäcker ein Brot und Leckereien geholt. Ein wenig Obst und dann gehts ab zum Boot. Angra macht uns den Abschied leicht, es regnet.

An unserem Hausberg dem Monte Brasil vorbei geht es in Richtung Ostspitze von Sao Jorge. Konnten wir bei einem unserer Ausflüge noch hieran vorbei schauen und sogar die Insel Pico sehen, so kommt sie heute spät in Sicht.

Wir kommen gut voran, aber uns ist kühl. Sogar ich muss mir etwas langes anziehen. In dem Sund zwischen Sao Jorge und Pico ist es sehr grau. Die Wolken hängen tief und wir können von beiden Inseln nur den unteren Bereich, bis zu einer Höhe von vielleicht 50 m sehen. Trotz des guten Windes und der moderaten Welle keine schöne Überfahrt. Auch bekommen wir wieder keinen Fisch an die Angel und die Wale bleiben scheinbar heute auch zu Hause. Ich unternehme noch einen Versuch auf Sao Jorge einen Liegeplatz zu bekommen, aber der Hafenmeister hat keinen Platz und bei Südost ist ankern vor seinem Hafen keine Alternative. Und so fahren wir weiter. Nach Einbruch der Dunkelheit macht sich dann nicht nur das Licht von dannen, sondern auch der Wind. Wir starten unseren Motor und motoren die letzten zwei Stunden nach Horta auf Faial. Ein langer Sschlag von 70 sm endet am Anker im Hafen vor Horta, aber ohne Schwell.

Am nächsten Morgen werden wir darauf hingewiesen, dass wir an der Stelle nicht liegen können, aber das wollen wir auch nicht. Wir legen vor der Rezeption längsseits an einem netten Belgier an und checken ein. Wir bekommen einen Liegeplatz im Päckchen als zweites Boot. Besser als direkt an der Kaimauer, da wir so keine Probleme mit langen Leinen, wegen des Tiedenhubes, haben und ausserdem ist das amerikanische Schiff z. Zt. unbewohnt. Ein wenig später haben uns Susanne und Louis entdeckt und da sie heute ihren Liegeplatz wechseln sollen fragen sie beim Hafenmeister nach und bekommen den Platz neben uns. Wir freuen uns über die neuen und sehr ruhigen Nachbarn. Beide laden uns später sogar noch zu sich an Bord zum Abendessen ein. Besser gehts nicht!

Ein Stadtbummel ist dann aber ein wenig ernüchternd. Keine Fußgängerzone oder ein schöner Marktplatz, die Stadt ist ok aber mehr auch nicht. Wir sind aber auch von Angra als UNESCO Stadt verwönt. Wir finden eine kleine Markthalle, aber die meisten Stände schliessen Mittags und so sind wir heute zu spät.

Wir schlendern auch noch auf die andere Seite des Ortes zu dem Naturhafen Porto Pim. Hier hat man / frau einen netten Blick über die Bucht und wir nehmen einen kleinen Drink.

Wir gehen zurück zum Hafen und bestaunen die teilweise sehr künstlerischen Gemälde anderer Yachtcrews, eine Megayacht und den Hafen sowie einen Blick auf Potugals höchsten Berg den Pico mit 2351 m. Würde man / frau vom Meeresboden aus messen kämen noch einmal 1200 m dazu.

4 Gedanken zu “Der graue Weg nach Horta

  1. Bernd und Silke

    Hallo ihr Beiden, danke dass ihr Ausschau nach dem Wimpel und dem Shirt auf der Kaimauer gehalten habt. Aber 10 Jahre sind lange. 😉 Ist bestimmt schon übermalt. Bernd freut sich über die tollen Fotos. Wecken sie doch Erinnerungen an seine Ankunft in Horta nach der Nordatlantiküberquerung. Eine tolle Reise weiterhin wünschen wir euch. Liebe Grüße Bernd und Silke

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    1. Vielen Dank ihr Lieben. Wir haben gerne gesucht. Aber einige Segler meinen hier ja auch andere Bilder übermalen zu können obwohl die älteren Bilder noch zu erkennen sind. Eine Unsitte die bei Sprayern als NOGO gilt. Hier malen sie riesen Bilder und von einigen Schiffen findet man auch mehrere große Bilder -die anderen brauchen ja keinen Platz 😦 . Wir haben in Horta verzichtet und werden uns in Velas auf Sao Jorge verewigen. Lieben Gruß

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