Fahr zur Hölle

Fast auf den Tag sind wir jetzt ein Jahr unterwegs. Am 05. Juli 2020 sind wir in unser großes Abenteuer gestartet. Ich habe euch mit diesem Blog versucht mit auf diese Reise zu nehmen. Ich habe mich immer über eure Anteilnahme über die Kommentare oder auch gemeinsame Telefonate und Mails immer sehr gefreut. Heute habe ich nun einen, wie ich finde besonderen Blog für euch auch als kleines Dankeschön an die treuen Leser und Abonnenten (ganz unten von diesem Blog könnt ihr das sonst ganz unkompliziert nachholen). Auch möchte ich mich noch einmal bei den edlen Spendern für einen Drink ganz herzlich bedanken. Wir haben inzwischen davon einige geniessen können.

Vielen, vielen Dank und viel Freude beim LESEN!

Wir wollen das Auto noch nutzen, um zu den abgelegenen Stellen der Insel zu gelangen. Dies bedeutet -wo man nicht mit dem Bus hin kommen kann, also die z.B: die Inselmitte. Auf unserem Programm stehen zunächst die Schwefelgruben Furnas do Enxofre. Der Name klingt schon ein wenig mythisch. Die Stichstraße oder Weg dort hin ist der schlechteste zu Sehenswürdigkeiten den wir bisher hatten. Alle Straßen und Wege sind hier sonst immer top in Schuß. Kurz vor dem Parkplatz steigt aus dem Grün eines Hanges schon erster Dampf empor. Wir sind gespannt auf das was kommt.Wir steigen aus. Ich hatte irgendwie leichten Schwefelgeruch vermutet, doch dieser bleibt aus. Am Parkplatz gibt eine Tafel Auskunft über einen kleinen Rundweg über das Gebiet.

Es sind nur eine Hand voll Autos hier und es kostet keinen Eintritt. Es geht auf eingezäunten Wegen zu den Quellen. Erst frage ich mich warum man / frau diesen Aufwand mit den hölzernen Zäunen gemacht hat. Kurze Zeit später läst ein tiefes Loch direkt neben dem Weg dann aber den Grund vermuten. Auch steigt jetzt leichter Geruch der Quellen in unsere Nasen.

Im Zentrum dieses Areals, wo dann auch mehr Dampf aufsteigt ist dann auch kein Pflanzenwuchs mehr und der Geruch nimmt zu.

Das Geländer am Rand hat sich durch die Dämpfe schon bläulich verfärbt. Die weiße und rote Farbe des Gesteins sind durch Aluminiumoxide, die rote durch Eisenoxide entstanden.

Dies war ein kleiner aber schöner Rundweg der einem vor Augen führt das im Inneren unseres Planeten immernoch heiß gekocht wird. Vielleicht ist hier auch die Hölle.

Von hier aus soll es nun weiter gehen zu einer Höhle, der Gruta do Natal also der Weihnachtshöhle. Der Name wurde bei einer Messe im Jahr 1969 am Weihnachtstag geändert. Peter und Bea wollen zunächst nur eine Höhle anschauen, entschliessen sich dann aber doch auch das Kombiticket zu nehmen (1 Höhle €8 und beide €12). Wir werden mit Haarnetz und Helm ausgerüstet und bei mir werden Erinnerungen an meinen an den Nagel gehängten Job wach.

An den Rändern dieser Tunnel lassen sich Fließspuren von Lavaströmen deutlich erkennen. Mein Blitz der Kamera ist leider nicht für größere Entfernungen gemacht, aber ich denke, ein wenig läst es sich schon erkennen. Die Röhren sind sehr unterschiedlich hoch, der Weg durchgehend gnusselig und anstrengend zu laufen. An einer sehr flachen Stelle die man / frau im Entenwatschelgang passieren muss, ist sogar ein kleiner Handlauf am Boden installiert, damit man / frau nicht auf das sehr, sehr rauhe Gestein am Boden greifen muss. Ein Abzweig der Höhle führt direkt unter einen See, Lagoa do Negro, der draussen vor der Höhle ist.

Der Weg hier durch war imposant und kurzweilig. Draussen angekommen sehen wir uns noch den Lagoa do Negro an, der direkt davor ist. Ein kleiner saftig grüner See in einer kleinen Senke.

Es geht nun weiter zur zweiten Höhle, der Algar do Carvão. Diese sind nicht weit auseinander und sind nach kurzer Autofahrt schnell erreicht. Hier ist der Parkplatz schon deutlich voller. Sogar ein Kleinbus steht hier. Gut, daß Corona auf Terceira nicht die große Rolle spielt mit heute einem aktiven Fall. Die Sorge, dass es eng werden könnte stellt sich wenig später aber als Fehleinschätzung meiner seits da. Wir werden angehlaten uns die Hände zu derinfizieren und dürfen hier ohne Schutzausrüstung die Höhle betreten. Regenkleidung war hier wie auch in der vorherigen Höhle laut Beas Reiseführer angeraten.

Ein von Menschenhand geschaffener Tunnel führt uns jetzt ins Innere. Am Ende von diesem bin ich von dem ersten Blick wie erschlagen. Über uns öffnet sich ein Loch zum Himmel und es ist als wenn man / frau aus der Hölle in den Himmel schauen kann. -Wahnsinn.

Am Ende der besagten Tunnelröhre führt dann eine breite Treppe weiter in den Vulkanschlot. Überall tropft Wasser und wo ausserdem noch Licht einfällt ist es dann auch gleich grün. Habe ich in der Weihnachtshöhle noch gedacht, die Röhren seien groß, wird das hier bei Weitem übertroffen. Ich denke die Bilder sprechen hie für sich, wenn diese den Eindruck auch nicht komplett wieder geben können. Die Bildqualität ist übrigens sehr unterschiedlich und war abhängig davon, ob ich die Kamera irgendwo auflegen konnte oder nicht. Ich wollte aber trotzdem euch auch die leicht unscharfen nicht vorenthalten.

Am unteren Ende dieses Schlotes befindet sich dann noch ein kleiner See der in schönen Blautönen geleuchtet hat. Auch gibt es hier unten noch die „Katedrale“, ein sehr hohes Kuppelartiges Gewölbe.

Ich bin fasziniert von der Naturschönheit dieses Vulkans und auch von der Idee diesen so schön für die Touristen zugänglich zu machen. Auch war es auf Grund von Corona auch nicht so voll und man / frau konnte in leider nur kurzen Momenten auch mal die Stille geniessen.

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